Trommeln an der Mittelschule kennt keine Grenzen
“Funga alafia, ashay, ashay. Funga alafia, ashay, ashay. Schee, dass ihr do sads haid, so schee, so schee. Des ist für uns a Freid, so schee, so schee.” So klang es am Freitagmorgen, den 9. Oktober, von Trommeln begleitet durch die Aula der Mittelschule Metten. Diese Begrüßung durch Diana Jäger und Joseph Mulume (vielen Deggendorfern bekannt durch das jährliche Afrika-Fest) galt einer Schülergruppe der Mittelschule, sowie ihren Gästen, den Bewohnern des Gemeinschaftlichen Wohnens der Lebenshilfe Deggendorf.
Einen ganzen Vormittag lang lernte diese bunt gemischte Truppe Afrika nicht nur durch gemeinsames Trommeln kennen, sondern erfuhr auch vieles über die Länder des Kontinents und ihre Traditionen durch anschauliche Erzählungen des gebürtigen Kongolesen Joseph. Erstaunlich war, wie viel eigenes Wissen einige der Teilnehmer hierbei einbringen konnten. Als zum Warmwerden erst einmal getanzt wurde, ließ sich sogar Schulleiterin Bettina Nagerl zu einer spontan entstandenen Polonaise beim Lied “Jerusalema” mitreißen.
Beim Umgang mit den Djemben zeigten einige Mittelschüler ihre außergewöhnlichen sozialen Kompetenzen und ihre Empathie, indem sie die Gäste bei Bedarf liebevoll unterstützten. Im Gegenzug steckte das herzliche Lachen eines Teilnehmers aus der Gruppe „Gemeinschaftliches Wohnen“ in wiederkehrenden Situationen die ganze Gruppe an. So wurde es ein informativer, unterhaltsamer, fürsorglicher, musikalischer und humorvoller Vormittag in einem. Und wieder einmal wurde deutlich, dass das Lernen und Erleben in einem solchen Rahmen keine Grenzen kennt.
Beim gemeinsamen Mittagessen mit Hühnchen, Reis und Fufu gab es dann sogar einen geschmacklichen Einblick in die afrikanische Kochkunst. Manche Schüler mussten beim Versuch, traditionell mit den Fingern zu essen, feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.
Ein rundum harmonischer Vormittag, bei dem der inklusive Gedanke ganz unbewusst und völlig nebenbei gelebt wurde, war durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Vereins “Schützen-Hilfe” unter der Leitung von Reinhard Leberfing möglich. Nur durch Spendengelder dieser Art können solche Projekte zustande kommen, von denen definitiv alle beteiligten Seiten profitieren.
(Eva Hoffmann)
