Info-Veranstaltung über den Beruf „Heilerziehungspfleger“ an der MS Metten

Die Berufsorientierung ist ein wichtiger Bestandteil des Schulkonzepts der Mittelschule Metten.
Deshalb informierten am 03.03.20246 Herr Andreas Loibl, Dozent und Ausbildungsleiter an der Heilerziehungspflegeschule Straubing, gemeinsam mit Frau Claudia Stecher, Leitung Sozialdienste WfbM und Fördertsätten der Deggendorfer Lebenshilfe e.V., und Herr Walter Lemberger, Leiter des Gemeinschaftlichen Wohnens der Lebenshilfe Deggendorf e.V., die 8. und 9. Klassen der Mittelschule Metten über die Ausbildungsmöglichkeiten nach Abschluss der Mittelschule an der Pflegefachschule Straubing und über das Berufsbild des/der Heilerziehungspflegers/in.
Zu Beginn stellte Herr Loibl die 1991 in Straubing gegründete Fachschule der Barmherzigen Brüder vor, die mit über 30 Praxisstellen in Niederbayern und der Oberpfalz zusammenarbeitet, um den Fachschülern und-innen besonders die praktischen Fähigkeiten zu vermitteln. 
Anhand eines kurzen Films erhielten die Schülerinnen und Schüler erste Einblicke in die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Die Jugendlichen der HEP-Schule Straubing berichteten eindrucksvoll, wie bereichernd die Betreuung und Begleitung dieser Menschen im Rahmen ihres Berufs als Heilerziehungspflegerin und-pfleger sei. Das mit Abstand Wichtigste sei, so betonte Herr Loibl, die Freude am Umgang mit Menschen mit Behinderung. Neben diesem Film gibt es mittlerweile einen Schülerpodcast namens „Scheps“ und eine Internetpräsenz (www.herzenssache-inklusion.de), die den Schulalltag aus Sicht der Schüler darstellen, den zu erkunden sicherlich für interessierte Jugendliche sehr aufschlussreich sein kann.
Daraufhin zeigte Herr Loibl die Vielseitigkeit und Bedeutung des Berufes auf, der eine professionelle Alltagsbegleitung in Form der Gewährleistung der Grundversorgung und der täglichen Körperhygiene sowie eine Assistenz beim Kochen und dem regelmäßigen Einkauf bietet und zudem einen Schwerpunkt auf eine professionelle Freizeitgestaltung legt. So würden verschiedene Aktionen wie Kinobesuche und Fahrten in die Allianzarena nach München durchgeführt und sogar Auslandsfahrten gemeinsam unternommen. Heilerziehungspflegerinnen und-pfleger seien wie ein Schweizer Taschenmesser: „Alles haben und alles können“, meinte Herr Loibl. Den Menschen mit Behinderung würde mit Hilfe der Fachkraft in der HEP eine barrierefreie Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht, indem individuelle Schwächen so unterstützt würden, dass ein hochqualitativer Alltag möglich sei. 
Darüber hinaus gab es ausführliche Informationen zur dualen Ausbildung. So kann die dreijährige Ausbildung zum Heilerziehungspfleger mit Mittlerer Reife begonnen werden. Mit dem Mittelschulabschluss bzw. dem sog. „Quali“ gelingt der Weg zu dieser Ausbildung über ein zweijähriges Vorpraktikum und eine anschließende einjährige Ausbildung zum „Heilerziehungspflegehelfer“. 
Abschließend appellierten Frau Stecher und Herr Lemberger an die interessierten Schülerinnen und Schüler, keine Bedenken mit der Arbeit mit behinderten Menschen zu haben und sich jederzeit in einem Praktikum bei der Lebenshilfe Deggendorf ein eigenes Bild von der Arbeit in den Werkstätten oder dem Gemeinschaftlichen Wohnen zu machen. Es stünden alle Möglichkeiten offen bis hin zur Einrichtungsleitung, so Herr Lemberger. Das Bedeutendste allerdings am Beruf Fachkraft in der HEP sei sicherlich die Dankbarkeit und Wertschätzung, die die hilfsbedürftigen Menschen zurückgeben. 
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Schüler und Schülerinnen durch diese abwechslungsreiche und interessante Veranstaltung zum Beruf „Heilerziehungspfleger“ wertvolle Einblicke in den sozialen Berufsbereich, der gesellschaftlich eine immer größere Rolle spielen wird, erhielten.