Afrika erleben – gemeinsam trommeln an der Mittelschule Metten

Am Freitag, den 17. Juli erfüllten afrikanische Rhythmen das komplette Schulhaus der Mittelschule Metten. Unter dem Titel „Afrika erleben“ hatten sich in der Aula alles in allem fast 60 Leute eingefunden – Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Metten, Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule Deggendorf, sowie deren Lehrkräfte und Begleitungen, bis hin zu den Schulleitungen beider Schulen, Bettina Nagerl (Schulleitung der Mittelschule Metten), Marion Büchner (Schulleitung der Pestalozzischule Deggendorf) und Franz Rager (Konrektor der Pestalozzischule Deggendorf).

Beim gemeinsamen Projekt der beiden Schulen brachten Diana Jäger und Joseph Mulume nicht nur den Jugendlichen, sondern auch den Erwachsenen Afrika ein großes Stück näher.

Bereits die Begrüßung der Teilnehmer durch die beiden Workshopleiter wurde von Trommeln begleitet auf afrikanisch und bayerisch gesungen. Die kleine Verspätung der deggendorfer Gäste bekam ein Augenzwinkern von Joseph – die Gruppe sei bestimmt schon im Afrika-Modus. Auch eine deutlich größere Verspätung gelte dort noch als pünktlich. 

Bevor jedoch die komplette Gruppe mit Trommeln ausgestattet wurde, gab es noch ein paar Informationen über den Kontinent. Vielleicht dank der noch laufenden WM waren ein paar der afrikanischen Länder doch vielen ein Begriff, während von einem großen Teil der Länder weder Name, geschweige denn die geographische Lage bekannt war.

Dann aber wurde getrommelt. Nachdem jeder einzelne ein Instrument vor sich stehen hatte, gab es eine Kurzeinführung über die Haltung und Handhabung. Auf Ansage und Anleitung der beiden Kursleiter, die vielen durch das Afrika-Fest in Deggendorf bekannt sein dürften, entstanden mitreißende Klänge und Rhythmen, die das ganze Haus erfüllten.

Erstaunlich, wie Diana Jäger und Joseph Mulume es mit nur wenigen Worten und zwei Djemben schafften, dass eine Gruppe von über 50 Trommlern gemeinsame Rhythmen spielt – gemeinsam zu beginnen und vor allen Dingen immer wieder auch zu einem gemeinsamen Ende zu kommen. 

Während die große Gruppe mit viel Spaß dabei war, mithilfe neu gelernter Rhythmen auch bekannte Lieder wie „Waka waka“ zu begleiten, zog nach und nach ein herrlicher Duft durch das Schulhaus – denn ein weiterer Teil des Vormittags war das gemeinsame Essen eines typisch afrikanischen Gerichts: Hühnchen mit Tomatensoße, Fufu, Reis und Kochbanane wurde parallel von einer Köchin in der Schulküche zubereitet. Allein auf die typische Schärfe wurde den Teilnehmern zuliebe vorsichtshalber verzichtet. Zum gemeinsamen Mahl spendierte Bettina Nagerl jeder Schülerin und jedem Schüler ein Getränk. 

Nach einem kompletten Vormittag im Zeichen  Afrikas gingen alle Beteiligten satt, ein bisschen müde aber sehr zufrieden ins Wochenende. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Regierung von Niederbayern für das kooperative Projekt können viele Schülerinnen und Schüler auf einen informativen, unterhaltsamen, musikalischen, lustigen und auf jeden Fall alles in allem gelungenen Vormittag zurückblicken.


(Eva Hoffmann)